Agenda

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Veranstaltung
ZHdK
10.03.2016
Tagung: Moneten für Musik
Toni-Areal Zürich

Wer verdient in der Musikbranche: Neue Vertriebssysteme und Geschäftsmodelle Achtung: mit Spezialpreis für Alumnis!

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Donnerstag, 10. März 2016, 13:00–17:00
Zürcher Hochschule der Künste, Pfingstweidstr. 96 («Toni-Areal»), Zürich

Musik ist unser Leben! Das gilt nicht nur für Musik-Liebhaber, sondern vor allem auch für die Musiker selbst. Wie aber können Musiker von ihrer Musik leben? Ruhm und Reich- tum erlangen nur wenige, und viele können nur davon träumen, allein von den Früchten ihrer Kunst zu leben. Ähnliches gilt auch für Labels und Produzenten – auch hier ver- dienen wenige viel und viele nur wenig.
Ist eine «gerechtere und breitere» Verteilung der Erträge möglich? Sind andere Vertriebs- systeme und Geschäftsmodelle – von iTunes und Apple Music über Spotify bis hin zu Youtube und Google Play – die Lösung? Die Tagung führt in die urheber- und vertrags- rechtlichen Grundlagen ein, die für das Verständnis des Musikmarktes zentral sind.
Sie vermittelt einen Überblick über die Möglichkeiten, Musik zu Moneten zu machen. Auch soll die Tagung dazu dienen, die verschiedenen Beteiligten zusammen zu führen, um gemeinsam mit dem Publikum über mögliche Lösungen für die Monetarisierung von Musik zu diskutieren.

PROGRAMM
13:00
Begrüssung: Heiko Freund Einleitung: Andrea F. G. Raschèr
13:15 Inputreferat und Intro
Der öffentliche Glamour lässt wenig Einblick zu in das Alltagsgeschäft jeder Musikkarriere. Ob Superstar oder Indie, die Arbeiten vom kreativen Moment über die Produktkonzeption bis zum Tonträgervertrieb müssen gemacht werden. Einige Acts sind Grossunternehmen, die allermeisten sind KMU‘s. Für alle hat sich der Markt in den letzten 15 Jahren fundamen- tal verändert. Wo liegen die Probleme und Chancen dieser Entwicklungen? Ein Zwischen- stand.
Christoph Trummer / Steff la Cheffe

RECHTLICHER TEIL
13:30 Urheber- und Vertragsrecht im Musikgeschäft: Eine Einführung
Ausgangspunkt für die Monetarisierung von Musik ist ihr Schutz durch das Urheberrecht. Doch wann und wo ist Musik urheberrechtlich geschützt? Welche Rechte bestehen an Musik und wem gehören diese Rechte: dem Songwriter, den Musikern, der Band? Und vor allem: Wem können diese Rechte auf welche Weise übertragen werden, um die Musik dann (auch) zu Geld zu machen?
Florent Thouvenin
14:00 Geschäftsmodelle, Vergütungen und ihre rechtlichen Grundlagen
Dass Musikmachen sich für Musiker lohnt; dass das Publikum die Musik hört, die es wünscht: Dies Geben und Nehmen gewährleistet der Markt; diesen wiederum schützt das Recht. Aber herkömmliches Geschäft und Rechtsschutz erodieren unter dem Wandel von Technologie und Nutzerverhalten. Wo ist Markt künftig noch möglich? Wer investiert in, wer verdient an Musik? Wer macht mit wem Geschäft? Was leistet das Urheberrecht, was muss es leisten?
Kai-Peter Uhlig
14:30 Pause

FACHTEIL
15:00 Vom Knistern der Schallplatte bis zu den Beats aus der Cloud:
Musikhören im Jahre 2016
Viele Musiker verdienen wenig Geld mit ihrem Handwerk und auch die fetten Jahre der grossen Plattenfirmen sind vorbei. Gleichzeitig aber steht Künstlern und Fans eine breite Palette von Distributionswegen beziehungsweise Konsummöglichkeiten zur Verfügung. Gerade Streaming ist momentan in aller Munde, doch auch die Schallplatte erfährt einen neuen Hype. Das Referat soll einen Überblick verschaffen und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kanäle und Formate für die Musiker und Musikfans aufzeigen.
Lorenz König
15:30 Individuelle und kollektive Verwertungen im Vergleich
Vergütungen sind Lohn. Dabei ist es einerlei, ob die Einnahmen aus der individuellen oder der kollektiven Verwertung stammen. Ist aber dieser Gedanke vieler Rechtsinhaber korrekt? Anhand konkreter Beispiele soll aufgezeigt werden, wie die beiden Verwertungsbereiche parallel funktionieren, wo welches System greift und Sinn ergibt und welches die Vor- und Nachteile für die Rechtsinhaber sind.
Poto Wegener

16:00 Paneldiskussion
Leitung: Andrea F. G. Raschèr
Teilnehmer: Roman Camenzind, Lorenz König, Heiko Freund, Daniel Schönberger, Philipp Schnyder von Wartensee, Florent Thouvenin, Christoph Trummer,
Andreas Wegelin

ReferentInnen:
Roman Camenzind, Musikproduzent, Gründer und Inhaber von HitMill
Heiko Freund, Prof., Leiter Schwerpunkt Pop, ZHdK
Lorenz König, Musikjournalist, DJ und Labelbetreiber
Andrea F. G. Raschèr, Dr. iur., Raschèr Consulting, Lehrbeauftragter und
Dozent für Kultur- und Kunstrecht, Zürich
Daniel Schönberger, MLaw, Rechtsanwalt, Head of Legal Google Switzerland & Austria Philipp Schnyder von Wartensee, Festivalleiter m4music beim Migros-Kulturprozent und Dozent Music Business, ZHdK
Steff la Cheffe, Musikerin
Florent Thouvenin, Dr. iur., Rechtsanwalt, ausserordentlicher Professor für Informations- und Kommunikationsrecht an der Universität Zürich
Christoph Trummer, Präsident Verein Musikschaffende Schweiz, Singer/Songwriter Kai-Peter Uhlig, Dr. iur., Rechtsanwalt, Zürich
Andreas Wegelin, lic. iur., Generaldirektor Suisa
Poto Wegener, Dr. iur., Direktor Swissperform


Normalgebühr: CHF 120.–
■ Alumnis/Profimusiker: CHF 50.–
■ Studierende/Angehörige Hochschulen: gratis

Anmeldeschluss: 26.2.16

Anmeldung senden an: Zürcher Hochschule der Künste, Sekretariat Zentrum für Kulturrecht, Pfingstweidstrasse 96, 8031 Zürich oder sekretariat.rd_zkr@zhdk.ch.

"zur Anmeldung":https://www.zhdk.ch/index.php?id=52767