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netzhdk vergibt jedes Jahr an einen Bachelor- oder Master-Alumni der ZHdK einen mit 10'000.– Franken dotierten Förderpreis.

Ausgezeichnet wird eine Person oder eine Gruppierung, deren Schaffen durch besondere Eigenständigkeit, Innovationskraft und fachliche Qualität auffällt. Die Nominationen erfolgen jeweils durch die Studiengangs- und Vertiefungsleitungen der ZHdK.

Wir haben allen Nominierten sieben Fragen zu ihrem Schaffen, ihrer Studienzeit und ihren Zukunftsplänen gestellt. Die Antworten können hier gelesen werden.

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Michelle Akanji
MA Art Education, Kulturpublizistik
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An welchem Projekt arbeitest du aktuell?

Ich bereite mich seit meiner Nomination als Co-Leiterin des Theaterhauses Gessnerallee ab der Saison 2020/21 mit meinen Kolleginnen Juliane Hahn und Rabea Grand auf diese grosse und herausfordernde Aufgabe vor. In unserer Doppelfunktion Geschäftsführerinnen und künstlerische Leiterinnen möchten wir nicht nur ein visionäres Programm gestalten, sondern auch "hinter den Kulissen" eine diverse und evolutionäre Kulturinstitution sein. Unsere Arbeit in der Vorbereitungsphase bewegt sich aktuell zwischen Visionierungen an Theatern und Festivals, Treffen mit Künstlerinnen/Künstlern und Kunstschaffenden in Zürich sowie vielen Planungssitzungen. Unser Ziel ist, im Herbst 2020 als Bühne, Künstlerhaus und als Schauplatz für kuratorische und künstlerische Experimente bereitzustehen. Die Vorfreude ist riesig!

Was heisst für dich „Qualität“ in deiner Disziplin?

Kunst soll erlebbar machen, was wir im Alltag nicht sehen würden. Sie soll bewegen, unseren Blick möglicherweise verändern und uns verbinden. In der Zusammenarbeit mit Künstler*innen bedeutet Qualität in erster Linie Gleichberechtigung und faire Bedingungen zu schaffen.

Was schreibst du, wenn du beim Arzt oder im Flugzeug ein Formular ausfüllen musst, unter „Beruf“?

Kommunikationsfachfrau

Von welcher in deinem Studium gelernten Lektion zehrst du bis heute?

Deutsche Grammatik, erstes Semester im Bachelor Journalismus 2009 und ehrliche, konstruktive Rückmeldungen auf Arbeiten geben.

In welchem Bereich hast du seit deinem Studienabschluss am meisten dazugelernt?

Vernetzungsarbeit und Organisationsentwicklung.

Welche Persönlichkeit einer anderen Disziplin fasziniert dich?

Die Schriftstellerin Yaa Gyasi, deren Sprache tieftraurig und zugleich federleicht sein kann.

In welche Richtung möchtest du dich in Zukunft vermehrt entwickeln?

Ich möchte herausfinden, wie ich als "Woman of Color" nicht nur als Symbol für Diversität gelten, sondern Diversität in einem Kulturbetrieb leben und gestalten kann.