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Val Minnig

Künstler:in

Wie erklärst du einem Kind, aus was deine Arbeit besteht?

Ich erinnere mich mega gerne an die Situation zurück, wie ich mit einer kleineren Person unter einer meiner Installationen gesessen bin, ich musste kriechen. Wir redeten über Gambas Lieblingsfutter und warum diese Objekte am Boden eine Zahnform haben, gleichzeitig Zähne putzen, während Gamba auf der gleichen Höhe alle noch nicht gegessenen Kügelchen suchte und ein grösseres schwarzes Objekt von einem Ort an den anderen trug. Da musste ich nicht viel erklären.

Fühlst du dich zu einer bestimmten Szene zugehörig?

Nein. Aber ich glaube, dass ich mich oft aus Selbstschutz und Selbstliebe in Bubbles bewege.

Wie wichtig ist Publikum für deine Arbeit?

Das Publikum sind Menschen, sowohl aber auch Tiere. Mir ist wichtig, wer hier landen kann, wer da kriechen kann, wo kann welches Tier schleichen, wie viele haben hier Platz, sollte das Gras gemäht werden, wie können sie sich wohler fühlen…

Was war deine grösste Illusion bezogen auf dein Berufsbild?

Ich hatte keine Illusionen bezogen auf das Berufsbild und auch jetzt sehe ich die Kunst nicht als ein Berufsbild. Vielleicht auch weil die gesellschaftliche Zuschreibung für Berufe selten etwas ist, was auch Spass machen soll. Ich hingegen habe Kunst aus Freude und Spass studiert. Eine Illusion, die mich viel eher erstaunt ist, wie wenig Menschen, die sich ausserhalb der Kunstwelt bewegen, die Vielfalt darin kennen oder sehen.

Wer oder was inspiriert dich?

Gamba.

Was wärst du sonst geworden, wenn nicht …?

Ganz klar Kaninchenzüchter:in, so steht es in den Freundschaftsbüchern meines ganzen Umfeldes aus der Kindheit.